Da Nicole sich dazu entschlossen hatte, mit Beegy die WM-Qualis zu melden, wollte sie mit ihm mal in einer anderen Halle starten. Er ist ja nach wie vor unsicher, wenn er an Orten ist, die er nicht kennt. Aus dem Grund hat sie sich was besonderen einfallen lassen. Sie meldete das Turnier in der Halle im Westerwald. Da die Anfahrt aber ja recht weit ist, nahm sie Urlaub und es ging schon 5 Tage vor dem Turnier in Richtung Rhein. Sie hatte sich den Wohnmobilstellplatz in Braubach ausgesucht. Den kannten wir von unserem Ausflug nach Koblenz ja schon.
In Braubach standen wir für 2 Tage, dann gings weiter zum nächsten Stellplatz in Urmitz. Der hat uns aber irgendwie nicht zugesagt und so fuhren wir nach Traben-Trarbach. War eine gute Entscheidung. Der dortige Platz hat von allem her gepasst und auch der Ort hat seine schönen Plätze. Da müssen wir aber nochmal hin, wenn der Wein-Nachts-Markt ist. Wir haben Bilder gesehen und es muss super sein. In viel alten Häusern werden die Keller zu Märkten umgebaut und es wird gefeiert.
Zu Braubach muss ich aber noch was schreiben. Am zweiten Abend wollten wir nur gemütlich essen gehen. Auf dem Weg zur Gaststätte, haben zwei Frauen mitten in der Altstadt Stehtische usw. aufgebaut. Wir haben uns erkundigt, ob den ein Weihnachtsmarkt oder ähnliches stattfinden wird. Uns wurde erklärt, dass in den Tagen vor Weihnachten, jeden Tag an einem anderen Ort von Privatpersonen ein Weihnachtsfenster für die Braubacher veranstaltet wird.
Dabei gibt es laute und leise Fenster. Bei den Leisen wird lediglich ein Fenster an einem Haus geschmückt, es findet aber weiters nichts statt. Bei den Lauten gibt es alles Mögliche, je nachdem was sich der- oder diejenige einfallen lässt. Das Ganze ist umsonst. Bei dem was die Frauen aufgebaut haben, handelte es sich um ein Lautes. Lange Rede, kurzer Sinn. Wir sind von der Veranstalterin kurzerhand spontan eingeladen worden.
Die Einladung haben wir natürlich gerne angenommen. Wir waren schon neugierig, was denn da so passiert. So sind wir nach dem Essen direkt zum Weihnachtsfenster gelaufen.
Dort wurden wir wirklich herzlich in Empfang genommen, haben ein Begrüßungsgeschenk, einen Glühwein und jeder ein Los für die Tombola bekommen. Ansonsten gabs ein kleines Lagerfeuer, viele Sitzmöglichkeiten und einen Verkaufsstand. Wir haben uns sofort sehr wohlgefühlt und kamen mit vielen Leuten ins Gespräch.
Unter anderem haben wir die Wein- und Rosenkönigin von Braubach, die liebe Ronja, kennengelernt. Mit ihr haben wir lange zusammengestanden und über alles Mögliche gequatscht. Als wir auf das Weinfest 2026 gekommen sind, ist sie kurzerhand heimgelaufen, hat einen Flyer geholt und hat uns zum Fest eingeladen. Zudem schenkte sie uns auch noch eine Flasche von ihrem eigenen Wein. Wir haben natürlich zugesagt.
Zu guter Letzt, hat Nicole auch noch den Hauptpreis in der Tombola gewonnen.
Was soll ich sagen. Es war einer der schönsten Abende, die wir in letzter Zeit erlebt haben. Wir haben unheimlich nette Leute kennengelernt, viel gelacht, aber auch über ernstere Themen gesprochen. Ein Abend, den man wirklich nicht so schnell vergisst. Mit Ronja haben wir die Nummern ausgetauscht
und ausgemacht, dass wir in Verbindung blieben. Bei der Verabschiedung haben wird viele Leute gedrückt, die wir zwei Stunden vorher nicht gekannt haben. Einfach nur schön.
Hier noch ein paar Bilder von dem Abend.
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Jetzt aber zum Turnier. Die Halle liegt ja wirklich klasse direkt am Waldrand. Wir haben nach der Ankunft gleich mal eine Gassirunde gedreht. Wirklich schön, aber leider schon ganz schön matschig. Gummistiefel sind echt angebracht, hatten wir aber nicht dabei. Egal, den Hunden hats gefallen und sogar Beegy ist ziemlich fröhlich durch den Wald gerannt.
Wir waren sehr gespannt, wie sich Beegy in der fremden Halle so gibt. Die Gassirunde hatte uns natürlich zuversichtlich gemacht. So war es dann auch. Er ist in die Halle und war unbeeindruckt vom Ganzen.
Die Läufe an sich waren bei beiden nicht erfolgreich. Beegy ist im A-Lauf am Steg vorbeigerannt. Deshalb hat Nicole die Abkürzung direkt über den Zielsprung genommen. Im Jumping hat er am Slalom leider eine Stange übersprungen. Da eine Korrektur eh nichts bringt, ist Nicole weitergelaufen und er war natürlich im Dis.
Jim ist im A-Lauf leider an einem Sprung vorbeigerannt und im Jumping hat sichs Fraule verlaufen. Somit beides mal das gleiche Ergebnis.
Beegy`s A-Lauf am nächsten Tag war deutlich besser. Leider ist er mal wieder den Steg abgesprungen. Fraule hat gemeint, dass sie sich zu arg zurückgehalten hat und er mehr nach ihr als auf die Zone geschaut hat. Egal, es blieb der einzigste Fehler und er kam auf den siebten Platz. Im Jumping hat er doch tatsächlich einen Frühstart hingelegt. Das konnte Nicole noch ausgleichen, allerdings war sie nach einem Tunnel chancenlos und er sprang über einen falschen Sprung.
Jim schaffte im A-Lauf mal wieder einen Nuller und belegte Platz 3. Der Jumping landete wieder im Dis. Erst hat er erst den Weitsprung komplett zerlegt, ist anschließend an einem Tunnel vorbeigerannt und dann über einen falschen Sprung.
Der Abend fand im Bistro der Halle statt. Wir haben gemeinsam mit einigen anderen Essen bestellt und gegessen. Irgendwie sind wir dann noch auf die Idee gekommen, man könnte ja noch Federball spielen. Ruck Zuck hat Petra ein Feld und ein Netz in der Halle aufgebaut und los gings. So haben wir uns noch sportlich betätigt und hatten eine Menge Spaß.
Am nächsten Tag gings Gott sei Dank mit den Dreiern los.
Beegy hatte zwei sehr schöne Läufe, allerdings ist er im A-Lauf nach dem Steg über einen Sprung anstatt in den Tunnel und im Jumping ist`s Fraule kurz vor Schluss falsch gestanden und auch da ist er über einen falschen Sprung. Somit beide Läufe Dis.
Jim kam in beiden Läufen durch. Allerdings hatte er im A-Lauf einen Stegabgang und landete damit auf dem dritten Platz . Den Jumping meisterte er ohne Fehler, für die Siegerehrung hat es aber leider
nicht gereicht. Platz 4.
An dem Wochenende waren die Ergebnisse nebensächlich. Das wichtigste war, dass Beegy sich von der unbekannten Halle nicht beeindrucken ließ und normal gelaufen ist. Das hat er super gemacht und wir sind happy.
Unmittelbar nach der Siegerehrung haben wir uns auf den langten Heimweg gemacht. Alles in allem war es ein sehr schöner Ausflug und ein tolles Turnier.
Zum Schluss wie immer noch die Videos