Am 11. September gings wieder los in Richtung Spanien. Unser Haus für die nächsten 3 Wochen, hatten wir beim letztjährigen Urlaub schon besichtigt, für gut befunden und vor Ort gebucht. Somit sollte es in der Hinsicht keine Überraschungen geben.
Das galt aber nicht für die Fahrt. Letztes Jahr waren wir ja ewig auf den "Baustellenautobahnen" durch Schweiz unterwegs. Aus dem Grund beschlossen wir, dieses Mal über Freiburg und von da aus gleich nach Frankreich zu fahren. Es sind zwar 80 Kilometer mehr, wir hatten aber die Hoffnung, so weniger in Baustellen herumzufahren. Zumindest auf Google Maps sah es so aus und wir ließen uns überraschen.
So kam es dann auch. Wir hatten bis nach Spanien auf den rund 800 Km durch Frankreich nicht eine Baustelle. Die 80 km mehr haben wir dadurch zeitlich locker wieder reingeholt. Zudem haben wir uns die Schweizer Vignette gespart. Obwohl die Strecke auf den französischen Autobahnen über Freiburg deutlich länger ist als über Genf, war die Maut unwesentlich höher. Somit hatten wir alles richtig gemacht. Nach ca. 15 Stunden Fahrt mit Gassipausen, sind wir in Riumar angekommen.
Da unser Haus beim Eintreffen noch nicht bezugsfertig war, sind wir mit den Hunden auf direktem Weg an den Hundestrand gefahren. Wir haben an der üblichen Stelle geparkt, die Hund aus dem Auto gelassen und schwups, waren sie im Meer. Sie haben sich aufgeführt, als wären sie nie weg gewesen und wussten offensichtlich, wo sie waren. So haben wir die Zeit bis zum Einzug ins Haus rumgebracht.
Nachdem das Haus frei war, gabs das Treffen mit dem Verwalter und wir sind auf unser Grundstück gefahren, haben die Schlüssel in Empfang genommen und die Formalitäten erledigt. Als wir alleine waren, kamen die Hunde aus dem Auto.
Der erste Blick von allen dreien ging sofort in Richtung Pool. Wir konnten gar nicht so schnell schauen, wie sie dran gestanden und auf uns gewartet haben. Uns blieb gar nichts anderes übrig, als die geliebten Leuchttürme aus dem Auto zu holen und die Jungs zum Baden zu schicken.
Nachdem die drei reichlich geschwommen waren, haben wir endlich mal das Auto ausgeladen und sind zum Einkaufen nach Deltebre gefahren. Mit dem notwendigsten für die nächsten Tage kamen wir ans Haus zurück, haben selber den Pool eingeweiht, gegessen und getrunken und sind schließlich ins Bett. Wir waren ja auch deutlich über 24 Stunden wach und da darf man mal müde sein.
Ich werde jetzt natürlich nicht jeden einzelnen Tag beschreiben. Das würde den Rahmen deutlich sprengen. Aus dem Grund einfach mal zusammengefasst.
Der Urlaub war zu 100 Prozent auf die Hunde ausgerichtet. Bei Bifi mit seinen 14 Jahren ist es ja nicht gesichert, dass er das Vergnügen nochmal haben wird. Von unserer Seite aus natürlich sehr, sehr gerne, aber man weiß ja nie. Von seiner Gesamtkonstitution her steht dem aber nichts im Wege.
Egal ob wir am Meer oder im Pool beim Schwimmen waren. Er hatte immer die Nase vorne und war einfach nur der bekloppteste von den Buben. Wir mussten ihn schon festhalten, wenn die anderen mal die Chance haben sollten, ihren Leuchtturm aus dem Meer zu holen. Selbst wenn wir mal nicht zum Schwimmen am Meer waren, sondern nur einen Spaziergang gemacht haben, war er immer in vorderster Front. Er war den Urlaub über nicht zu bremsen. Aber auch die beiden anderen haben sich ausgetobt.
Beegy war am Anfang noch sehr zögerlich, wenns ums Schwimmen ging. Das hat sich im Laufe der Tage aber ins Positive verändert. Er ist irgendwann einfach mit ins Meer gelaufen und ist geschwommen. So konnten wir auch öfters auf die Sandbank vor dem Hauptstrand von Riumar laufen. Auf dem Weg dahin wird das Wasser so hoch, dass alle drei ein gutes Stück schwimmen mussten, das wäre letztes Jahr nicht gegangen. Dieses Jahr kein Problem.
Das hatte den Vorteil, dass auf der Sandbank weit und breit kein Mensch war. Nicht dass es am eigentlichen Strand arg viel anders gewesen wäre, es gab aber immer wieder Leute die gebadet haben und nicht unbedingt glücklich waren, wenn unsere Jungs herumgerannt sind. Es waren aber tatsächlich nur einzelne und gesagt hat niemand was, man hat es ihnen aber angesehen.
Außer dem Strand gabs natürlich noch den Pool. Sobald wir am Haus waren, sind zumindest Jim und Bifi gleich hingelaufen und wollten schwimmen. Alleine geht keiner rein, es muss schon ein Spiele, in dem Fall der Leuchtturm oder die Ente, im Spiel sein. Über den Umstand sind wir eigentlich froh. So müssen wir nicht die Angst haben, dass einer mal reingeht, ohne dass wir es mitbekommen. Unter Umständen kann sowas ja auch mal blöd ausgehen.
Bifi war am Pool natürlich der Chef. Er war ständig mit der Nase vorne und konnte gar nicht mehr normal reingehen. Er musste ständig vom Rand reinspringen und ab gings. Den Pool hoch und wieder zurück. Kaum wieder draußen, stand er schon wieder am Rand und wartete auf seinen Einsatz. Wir wollen gar nicht wissen, wie viele Kilometer er in den drei Wochen geschwommen ist, es waren aber viele. Hat ihm natürlich nicht geschadet. So hat er sich wieder ein bisschen Muskulatur angeeignet, die er im Laufe der Zeit verloren hatte.
Bei Jim war es ähnlich. Er ist nicht vom Rand gesprungen, sondern ist immer auf die erste Stufe der Pooltreppe gestanden und von da aus losgehüpt. Auch er ist unzählige Male auf und ab und hat vermutlich nicht viel weniger als Bifi hinter sich gebracht.
Bei Beegy war es wie letztes Jahr schon schwieriger. Er musste anfangs mit ganz sanfter Gewalt überredet werden, ins Wasser zu gehen. Das hat sich im Laufe der Zeit aber tatsächlich gelegt. Er wurde immer mutiger und hat für sich einen Weg gefunden, alleine ins Wasser zu gehen. So hatten wir irgendwann eine Reihenfolge, wer wann reingeht und es hat sogar so funktioniert. Es war witzig anzuschauen, wie sie sich regelrecht angestellt haben.
Beegy hat für sich aber auch noch eine Einbahnstraßenregelung entdeckt. Er ist ja immer um den Pool herumgerannt. In der einen Richtung unter der Poolleiter durch, auf dem Rückweg um die Leiter herum. Er hat es in der ganzen Zeit nicht einmal anders gemacht.
Wir selber hatten natürlich auch unseren Spaß im Becken. Es war ja unsere schwimmende Bar wieder dabei. Die kam regelmäßig zum Einsatz. Schließlich war es ja heiß und man muss auf den Flüssigkeitshaushalt achten.
Apropos Leuchtturm und Ente. Beide hatten im Laufe des Urlaubs ihre Probleme. Einem Leuchtturm wurde das ganze zu viel und er ist einfach auseinander gebrochen. Die Ente hatte auch einiges mitzumachen. So gab die eine oder andere Naht ihren Geist auf und Nicole musste ihre näherischen Fähigkeiten einsetzen.
Die Ente wurde im Lauf der Zeit auch irgendwie zu einem Hauptdarsteller. Nicht nur, dass sie immer wieder von Jim herumgetragen wurde. Sie musste auch unzählige male in den Pool, um von einem der Hunde gerettet zu werden. Außerdem haben wir sie immer wieder mit auf die Bilder genommen. Auch wenn sie einige Verletzungen davon getragen hat, es ging nicht, sie wegzuwerfen. Sie durfte, nachdem sie zweimal chirurgisch versorgt worden war, wieder mit nach Hause.
Natürlich sind wir nicht nur am Strand und am Pool herumgehangen. Wir haben auch den einen oder anderen kleinen Ausflug gemacht. Der erste ging nach Tortosa. Da waren wir ja letztes Jahr schon einmal. Allerdings aufgrund unglücklicher Umstände. Wir hatten nach dem Hagel in Riumar ja einen Besuch bei Carglas gemacht und die Zeit während der Reparatur war nur kurz, um uns Tortosa anzuschauen. Da es da echt ein paar schöne Ecken gibt, sind wir nochmal hingefahren und haben uns umgeschaut. Wir sind den halben Tag herumgelaufen, waren in der Markthalle, auf der Burg und in Teilen der Altstadt. War echt einen Ausflug wert. Allerdings saßen die Jungs ja zu Hause und so hat es uns wieder heimgezogen, um sie rauszulassen.
Der zweite ging nach Amposta auf den dortigen Markt. Letztes Jahr waren wir ja im Rahmen einer Radausfahrt auch da, hatten aber den Markt nicht gesehen. Auch dieses Mal sind wir wieder mit dem Auto zur Brücke von Deltebre und von da aus mit dem Rad weiter. Wir wussten ja nicht genau, wo der Markt ist und wie die Parksituation ist. War ganz gut so. Den Markt haben wir im Zentrum schnell gefunden, die Räder an das nächste Schild gekettet und los gings.
Es ist schon witzig, was es auf den Märkten so alles gibt. Von Küchenutensilien über Klamotten und Essen bis zu den Weihnachtsmännern. Wir hatten immer gedacht, dass die Klamotten qualitativ nicht unbedingt der Renner sind, ließen uns aber eines Besseren belehren. Wir haben 2 T-Shirts und Nicole einen ganzen Stall voll Schlüpper gekauft. Man muss tatsächlich sagen, für den Preis echt klasse dass Zeug.
Nach dem Bummel durch die Marktgassen sind wir noch in aller Ruhe zur Hängebrücke gelaufen und haben uns da nochmal umgeschaut. Im Vergleich zum letzten Jahr hatte sich einiges getan. Was da Baustelle war, sah jetzt richtig gut aus. Abschließend gabs natürlich noch einen Drink in einem Cafe am Rand des Markts und dann wieder ab aufs Rad und am Ebro entlang zurück nach Deltebre.
Der Rest folgt inclusive Bilder und weiteren Videos in Kürze