Da Nicole die Woche vor den Qualis in Wülfrath Urlaub hatte, beschlossen wir, die Anfahrt für einen Urlaub zu nutzen.
Die erste Station war der Womo-Stellplatz in Pünderich an der Mosel.
Da wussten wir, dass man mit den Hunden klasse laufen kann und der Platz an sich sauber und günstig ist. Wir waren da schon zweimal und immer zufrieden. So auch dieses Mal. Allerdings war er deutlich voller als wir ihn kennen. Aber egal, wir hatten einen Platz in der Nähe der sanitären Einrichtungen und Versorgungsanlage, also alles gut.
Am Dienstag gings weiter nach Braubach auf den Platz direkt am Rhein. Wir hatten im Dezember ja die Weinkönigin Ronja kennengelernt. Die hatten wir im Vorfeld angeschrieben und mal angefragt, ob sie und ihr Mann Jan denn Zeit hätten, um gemeinsam Essen zu gehen. Beide waren von dem Vorschlag sehr erfreut und so haben wir uns um 19.00 Uhr zum Essen getroffen. Als Mitbringsel hatten wir aus einer Ulmer Traditionskonditorei sündhaft teure Ulmer Spatzen aus handgefertigtem Baumkuchen im Gepäck. Die sind tatsächlich jeden Cent wert, was besonderes und einfach nur saugut.
Schon während dem Essen haben wir festgestellt, dass wir wieder auf der gleichen Längenwelle waren und es begann fröhlich zu werden. Da die Gaststätte um 21.00 Uhr ihre Tore schloss, zogen wir kurzerhand weiter ins Haus von den beiden. Sensationell mitten in der Altstadt.
Was soll ich sagen. Ronja und Jan haben uns mit einer Weinprobe überrascht und es war genial. Wir durften Weine probieren, die teilweise nur zu einem bestimmten Anlass gemacht worden sind und nie in den Handel gekommen sind. Es waren auf jeden Fall alle geil. Als krönenden Abschluss haben uns die beiden gegen 02.30 Uhr zum WoMo begleitet. Als Wegzehrung bekamen wir noch 6 Flaschen Wein mit auf den Weg nach Wülfrath. Es war einfach wieder super und wir sind uns sicher, das wir uns wiedersehen werden.
Am Mittwoch sind wir etwas angeschlagen in Richtung Köln losgefahren. Da hatten wir beim Campingplatz Berger zwei Übernachtungen gebucht. Der Platz liegt direkt am Rhein. Für die Hunde genial. Es gibt Sandstrand, flaches Wasser und fast keine Strömung. Die Jungs sind voll auf ihre Kosten gekommen. Hauptsächlich Bifi hatte die ganze Zeit über einen Glanz in den Augen und war glücklich.
Wir sind an beiden Tagen mit unseren Bikes in die Kölner Innenstadt gefahren, haben diverse Sehenswürdigkeiten besichtigt und eine Stadtrundfahrt mit dem Schokoexpress, einer Bimmelbahn, gemacht. Was natürlich Pflicht war, ein Kölsch im Hardrock Café Köln. Außerdem hat sich Nicole einen Hoodie und ich ein Basecap für meine Glatze gekauft. Am nächsten Tag Pflicht, ein Kölschtablett in einer sehr geilen Pizzeria in einer Nebengasse. Ansonsten wahren auch die Fahrten am Rhein entlang sehr schön, natürlich mit einer Einkehr auf einem Gaststättenschiff, der alten Liebe.
So hatten wir zwei sehr ereignisreiche Tage in Köln und die Hunde Strandtage am Rhein erlebt. Abschließend muss gesagt werden, Köln ist eine Reise wert und wir werden nicht das letzte Mal da gewesen sein.
Da die Anreise in Wülfrath erst nachmittags erfolgen sollte, haben wir uns bis 12.00 Uhr auf dem Campingplatz rumgedrückt und sind mit den Hunden nochmal an den "Strand". Anschließend haben wir uns auf die letzten Kilometer gemacht. Zwischendrin haben wir noch einen Stopp im Neandertal gemacht und sind eine Stunde durch die "Erlebniswelt Neandertal" gelaufen. Der nächste Halt war tatsächlich die Halle in Wülfrath.
Wir haben unser Wohnmobil aufgebaut und sind abends noch zur Halle geradelt. Der Abend war aber recht früh beendet.
Jetzt aber zum eigentlichen Grund der Fahrt, das Turnier. Da nach den Ergebnissen in Mendig die Chancen auf einen Platz für Dortmund, sagen wir mal, überschaubar waren, ging Nicole völlig gelöst an die ganze Sache. Was uns gewundert hat war, dass Beegy das Gleiche gemacht hat. Unser kleiner Mann war fröhlich, hat in der Halle mit seinem Spielzeug gespielt und sich auch durch die Kommentatoren nicht stören lassen. Durchsagen über Mikrofon sind ja nicht so sein Ding.
So begann er als erster Starter im Jumping large und eröffnete das Turnier für die Großen. Und siehe da, was in Mendig nicht funktionieren wollte, hat in Wülfrath geklappt. An den ersten drei Hindernisse war er noch etwas verhalten, legte dann aber zu und kam tatsächlich mit einem Nuller ins Ziel. Es war ein echt schöner Lauf. Nach den 98 Startern landete er letztendlich auf Rang 18. Wir waren super happy.
Im A-Lauf war sich Nicole an der einen oder anderen Stelle nicht sicher, wie sie es machen wollte und hatte somit Plan A bis C. Es gab einfach echt schwere Stellen, an denen sie sich nicht sicher war, ob Beegy das hinbekommt. Es hat alles super geklappt, bis kurz vor Schluss Nicoles Navi abgeschaltet hat. Sie stand einfach falsch im Raum, nahm ihn mit der falschen Hand an und schickte ihn über eine falsche Hürde. Der Lauf war aber echt super und hätte ein besseres Ergebnis verdient gehabt. Aber hätte, hätte, Fahrradkette. Nicole war trotzdem total zufrieden.
Abends sind wir im Bistro gesessen und haben was getrunken. Auch dieses mal waren wir wieder bei Zeit am WoMo. Schließlich hatten wir ja noch Wein dabei und haben uns da noch eins gegönnt.
Auch der nächste Tag begann mit dem Jumping. Wie am Vortag war der Lauf wirklich super. Leider hat Nicole sich an einer Stelle für einen falschen Wechsel entschieden und Beegy nahm den Sprung von hinten anstatt von vorne, somit wieder Dis.
Im A-Lauf war unser Bube nach der A-Wand frech. Das stand links zwar eine Hürde, die hat Nicole aber definitiv nicht gezeigt. Sie war eindeutig auf dem Weg zum richtigen Hindernis. Beegy hat sich wohl gedacht, ich komm gleich, spring aber mal die Hürde und hat es damit vermasselt. Der Lauf davor und danach war wieder echt schön.
Somit waren die Qualis Geschichte. Es hat wirklich Spaß gemacht. Nicole und Beegy waren zu keinem Zeitpunkt mit den Parcouren überfordert. Sie hatten sehr tolle Sequenzen und bis auf einen, war kein Chaoslauf dabei. Wenn man bedenkt, dass die Beiden so gut wie gar nicht trainieren, muss man schon den Hut ziehen. Dass es dadurch mit dem Timing mal nicht passt, ist kein Wunder. Es war auf jeden Fall eine sehr schöne Erfahrung, mal schauen, ob es eine Wiederholung gibt.
Nach dem Turnier haben wir uns auf den Heimweg gemacht, zumindest einen Teil davon. Wir hatten nämlich schon beim Winzer in Sprendlingen angerufen. Bei dem hatten wir ja auf dem Weg nach Mendig schon Wein gekauft und der Plan war, bei ihm eine Nacht auf dem Stellplatz zu stehen. Natürlich wollten wir auch wieder Wein mitnehmen. Genau so ist es gekommen. Wir haben Abends noch eine Gassirunde durch den Weinberg gemacht, ein Schorle getrunken und sind dann ins Bett.
Am nächsten Morgen sind wir frühzeitig losgefahren und haben die Urlaubswoche mit Turnier beendet. Es war alles in allem echt klasse.
Zum Schluss noch die zwei Läufe vom Samstag. Ich werde auch noch Bilder und Videos von den Jungs einstellen.